Aktuelle Veranstaltungen

  • — Lebewohlfabrik, Fröhlichstrasse 23, 8008 Zürich

    kafi blickfabrik - Alternativ Bauen in Zürich: Bau- und Wohngenossenschaften als Experimentierfelder der zukünftigen Stadt

    Ethnologischer Verein Zürich Hier mehr erfahren

    Podiumsdiskussion mit Andreas Wirz und Marie Antoinette Glaser; Moderation Sanna Frischknecht

    Kalkbreite, Zollhaus oder Kraftwerk: Alternative Wohnformen sind im Trend. Im Zentrum steht das Kredo, dass Wohnen über die eigenen vier Wände hinausgeht. Gemeinsam genutzte Bereiche werden angeboten, ein Austausch unter den Bewohnerinnen und Bewohnern wird angeregt und auch entschieden wird gemeinsam, sei es, wenn es um die Organisation des gelebten Alltags in der Genossenschaft geht oder teilweise bei baulichen Massnahmen. Welche Auffassung von Stadt und Nachbarschaft steckt hinter diesen Wohnprojekten? Wie können die Bauten so geplant und umgesetzt werden, dass gemeinschaftliches Wohnen tatsächlich stattfindet und funktioniert? Und welche Schlüsse lassen sich aus den schon realisierten Projekten ziehen? Diese Fragen greifen Andreas Wirz (Architekt) und Marie Antoinette Glaser (Ethnologin) im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf und berichten aus ihren jeweiligen Perspektiven. Die Moderation übernimmt Sanna Frischknecht.

    Andreas Wirz ist Architekt, Partner im Architekturbüro Archipel und Vorstand beim Verband wohnbaugenossenschaften zürich. Marie Antoinette Glaser ist Ethnologin und Wohnforscherin. Sie leitet seit 2016 das ETH Wohnforum – ETH CASE am Departement Architektur der ETH Zürich. Sanna Frischknecht ist Soziologin und promoviert zu genossenschaftlichem Wohnen an der Universität Basel.

    kafi blickfabrik - Alternativ Bauen in Zürich: Bau- und Wohngenossenschaften als Experimentierfelder der zukünftigen Stadt
  • — ISEK – Populäre Kulturen, Affolternstrasse 56, 8050 Zürich, Raum AFL-E-15

    120. Jahresversammlung 2017 der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde

    SGV Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde/ISEK - Populäre Kulturen Hier mehr erfahren

    „Wir Bergler in den Bergen…“ – eine Wiederaufführung. Fredi M. Murer im Gespräch

    „Wir Bergler in den Bergen sind eigentlich nicht schuld, dass wir da sind“ (1974) ist ein Klassiker des Schweizer Films. Fredi Murer (geb. 1940) zeichnete darin ein Bild vom Leben in drei Urner Bergtälern, das so gar nicht zu den düsteren Prognosen der Sozialwissenschaft passen wollte. Auch auf die schweizerische Volkskunde, vor allem auf Arnold Niederer, machte der Film grossen Eindruck, und Murers Dokumentarstil und seine akribische ethnographische Arbeitsweise beeinflussten wiederum die Entwicklung des wissenschaftlichen Films. Eine Geschichte voller interessanter Beziehungen, in der es noch viel zu entdecken gibt.


    Im Anschluss an eine Vorführung des Films in Auszügen erzählt Fredi Murer im Gespräch mit Alfred Messerli und Bernhard Tschofen von seiner Entdeckung der „Bergler“, den Dreharbeiten und den Bezügen zur Volkskunde.


    Zum Apéro nach der Veranstaltung sind alle herzlich eingeladen (in der Olivenhalle, Parterre, Affolternstrasse 56, 8050 Zürich)!

    Foto: Mit der Materialseilbahn an die Drehorte. Die Filmcrew von „Wir Bergler…“ im Spätwinter 1974. © Fredi M. Murer.

    120. Jahresversammlung 2017 der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde
  • — Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien

    Orientieren & Positionieren, Anknüpfen & Weitermachen: Wissensgeschichte der Volkskunde/Kulturwissenschaft in Europa nach 1945

    Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde (SGV) & Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien Hier mehr erfahren

    …and would in a few years make all Europe, or the greater part of it,
    as free and as happy as Switzerland is today.

    Am 19. Dezember 1946 hielt Winston Churchill vor akademischem Publikum seine „Europa-Rede“, in welcher er für den zerstörten Kontinent ein Konzept der „European Family in a regional structure“ entwarf und einen Zusammenschluss jenseits nationalistischer Tendenzen proklamierte. Dass der einflussreiche Politiker ausgerechnet an der Universität Zürich sprach, unterstreicht die Rolle und die Darstellung der Schweiz als transnationales, vielfach genutztes und gedeutetes Leitbild der unmittelbaren Nachkriegszeit. Gerade für die „kleinen Nationen“ (Churchill) wie Österreich diente die Schweiz in den komplexen staatlichen wie regionalen Selbst- bzw. Identitätsfindungsprozessen nach 1945 als Orientierungs- und Positionierungshilfe.
    Fast gleichzeitig und mit der praktisch gleichen Funktion bot Richard Weiss‘ Grundriss Volkskunde der Schweiz (1946) dem Fach Volkskunde in den NS-korrumpierten Ländern Ausgangspunkt zu einem disziplinären Neustart. Den AkteurInnen der Schweizer Volkskunde wurde europaweit quasi eine Moderatorenrolle für die Neuorientierung des Faches in Epistemologie, Methoden und Fachkonzeption zugesprochen. Zugleich verbanden sich mit den „Schweizern“ auch Hoffnungen auf eine Weiterarbeit in bestehenden persönlichen wie institutionellen Netzwerken. Insofern sagt das Bild einer „neutralen Schweizer Volkskunde“ viel über disziplinäre Verhältnisse nach 1945 aus.
    Die Tagung der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde und des Vereins für Volkskunde in Wien nimmt diese gesellschaftsrelevanten wie wissenschaftsstrategischen „Schweiz-Bilder“ zum Ausgangspunkt kulturwissenschaftlicher Reflexionen über Aspekte von Internationalisierung bzw. Europäisierung, von nationaler und regionaler Konzeption des fachlichen Wissens in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Die in solche Erzählungen eingeschriebenen Vorstellungen von Peripherie und Zentrum volkskundlich-kulturwissenschaftlicher Wissensproduktion und ihre hohe Wirkmächtigkeit sollen analysiert werden. An der volkskundlichen Fach-, Wissens- und Institutionengeschichte lassen sich diese vielfältig politischen Prozesse
    nachzeichnen, die in Österreich etwa am Volkskundemuseum in Wien zu finden sind. Das Österreichische Museum für Volkskunde ist auch Veranstaltungsort der
    Tagung 2017.
    Im analytischen Nachvollzug von Strategien, Praktiken und Allianzen der Wissenskonstruktion will die Tagung die Frage nach den Funktionen dieses volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Wissens im jeweiligen gesellschaftsgeschichtlichen Kontext stellen und zentral positionieren.

    OrganisatorInnen:

    Dr. Sabine Eggmann, Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde (SGV), Basel/CH
    Mag.a Birgit Johler, Haus der Geschichte Österreich, Wien/A
    Dr. Konrad Kuhn, Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie,
    Universität Basel/CH & Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie - Fachbereich Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck/A
    Mag.a Magdalena Puchberger, Institut für Europäische Ethnologie, Universität
    Wien/A

  • — Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien

    Orientieren & Positionieren, Anknüpfen & Weitermachen: Wissensgeschichte der Volkskunde/Kulturwissenschaft in Europa nach 1945

    Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde (SGV) & Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien Hier mehr erfahren

    …and would in a few years make all Europe, or the greater part of it,
    as free and as happy as Switzerland is today.

    Am 19. Dezember 1946 hielt Winston Churchill vor akademischem Publikum seine „Europa-Rede“, in welcher er für den zerstörten Kontinent ein Konzept der „European Family in a regional structure“ entwarf und einen Zusammenschluss jenseits nationalistischer Tendenzen proklamierte. Dass der einflussreiche Politiker ausgerechnet an der Universität Zürich sprach, unterstreicht die Rolle und die Darstellung der Schweiz als transnationales, vielfach genutztes und gedeutetes Leitbild der unmittelbaren Nachkriegszeit. Gerade für die „kleinen Nationen“ (Churchill) wie Österreich diente die Schweiz in den komplexen staatlichen wie regionalen Selbst- bzw. Identitätsfindungsprozessen nach 1945 als Orientierungs- und Positionierungshilfe.
    Fast gleichzeitig und mit der praktisch gleichen Funktion bot Richard Weiss‘ Grundriss Volkskunde der Schweiz (1946) dem Fach Volkskunde in den NS-korrumpierten Ländern Ausgangspunkt zu einem disziplinären Neustart. Den AkteurInnen der Schweizer Volkskunde wurde europaweit quasi eine Moderatorenrolle für die Neuorientierung des Faches in Epistemologie, Methoden und Fachkonzeption zugesprochen. Zugleich verbanden sich mit den „Schweizern“ auch Hoffnungen auf eine Weiterarbeit in bestehenden persönlichen wie institutionellen Netzwerken. Insofern sagt das Bild einer „neutralen Schweizer Volkskunde“ viel über disziplinäre Verhältnisse nach 1945 aus.
    Die Tagung der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde und des Vereins für Volkskunde in Wien nimmt diese gesellschaftsrelevanten wie wissenschaftsstrategischen „Schweiz-Bilder“ zum Ausgangspunkt kulturwissenschaftlicher Reflexionen über Aspekte von Internationalisierung bzw. Europäisierung, von nationaler und regionaler Konzeption des fachlichen Wissens in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Die in solche Erzählungen eingeschriebenen Vorstellungen von Peripherie und Zentrum volkskundlich-kulturwissenschaftlicher Wissensproduktion und ihre hohe Wirkmächtigkeit sollen analysiert werden. An der volkskundlichen Fach-, Wissens- und Institutionengeschichte lassen sich diese vielfältig politischen Prozesse
    nachzeichnen, die in Österreich etwa am Volkskundemuseum in Wien zu finden sind. Das Österreichische Museum für Volkskunde ist auch Veranstaltungsort der
    Tagung 2017.
    Im analytischen Nachvollzug von Strategien, Praktiken und Allianzen der Wissenskonstruktion will die Tagung die Frage nach den Funktionen dieses volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Wissens im jeweiligen gesellschaftsgeschichtlichen Kontext stellen und zentral positionieren.

    OrganisatorInnen:

    Dr. Sabine Eggmann, Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde (SGV), Basel/CH
    Mag.a Birgit Johler, Haus der Geschichte Österreich, Wien/A
    Dr. Konrad Kuhn, Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie,
    Universität Basel/CH & Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie - Fachbereich Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck/A
    Mag.a Magdalena Puchberger, Institut für Europäische Ethnologie, Universität
    Wien/A

  • — Zentrum Karl der Grosse, Zürich

    Die Problematisierung des Islams im öffentlichen Diskurs

    La suisse n'existe pas / SAGW / SEG Hier mehr erfahren

    In den letzten Jahren rückte der Islam zunehmend in den Fokus von Medien und Politik. Schlagzeilen und Diskussionen über Bärte und Burkas, Handschlag und Hinterhofmoschee gehören mittlerweile zum medialen und politischen Alltag sowohl in der Schweiz als auch in vielen Ländern Europas. Es hat sich gezeigt, dass über den Islam häufig dann diskutiert wird, wenn muslimische Organisationen oder islamische Praktiken im Zentrum von Konflikten und Kontroversen stehen. In dieser Veranstaltung setzen wir uns mit der Problematisierung des Islams in der Schweiz und anderen Ländern Europas anhand von Vorträgen und einer Podiumsdiskussion auseinander. Dabei soll diskutiert werden, welche Rolle Medien, Politik und Wissenschaft in diesem Prozess spielen und welche Auswirkungen diese Problematisierung auf das gesellschaftliche Zusammenleben hat.

    Zur Veranstaltungsseite

    Die Problematisierung des Islams im öffentlichen Diskurs
  • — Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie, Alte Universität, Rheinsprung 9, CH-4051 Basel

    CfP zur Tagung "Embedded Digitalities"

    DGV-Kommission „Digitalisierung im Alltag“/Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde/Tsanta Hier mehr erfahren

    Seit der Gründung der DGV-Kommission „Digitalisierung im Alltag“ im Jahr 2011 werden in den von ihr organisierten Tagungen Debatten um kulturanalytische Fragen zu Digitalisierung und Digitalität geführt. Bisher stand dabei vor allem die Ergründung des weiten Feldes und der spezifischen Logiken digitaler Phänomene im Vordergrund: so beispielsweise mit den Themen „Konzepte und Theorien der Digitalisierung“ (2014), „Digitale Praxen“ (2015) und „(H)acktivismus und Partizipation? Zur Frage nach der politischen Dimension des Digitalen“ (2016). Inzwischen lässt sich beobachten, dass Forschende in allen gegenwärtig relevanten kulturwissenschaftlich/-anthropologischen Forschungsfeldern mit digitalen Phänomenen, Prozessen oder Infrastrukturen konfrontiert sind und die Digitalisierungsforschung aus der Nische einer Subdisziplin heraustritt. Mit dem zentralen Fokus der Tagung 2018 auf das Thema „Einbettungen“ macht die Kommission diese Entwicklung explizit zum Thema. Das Digitale wird als eine relationale Konstruktion in den Blick genommen und es soll gezielt nach den verschiedenen Weisen gefragt werden, in denen digitale Medien, Technologien, Ideologien, Infrastrukturen etc. eingebunden sind.
    Wir laden dafür alle Interessierten herzlich zu Beiträgen ein, die anhand konkreter Forschungen und auf der Grundlage unterschiedlicher theoretischer und methodischer Zugänge die sozialen und ökonomischen, politischen und kulturellen Einbettungen digitaler Situationen, Praxen, Prozesse, Infrastrukturen reflektieren und daraufhin befragen, welche Relevanz das Digitale in den Verflechtungen von Forschungssituationen entfaltet, welche Macht dabei ausgeübt wird, welche Handlungspotentiale eröffnet oder auch geschlossen werden, wie sich dabei „agency“ verteilt oder Komplizenschaft generiert.

    Einbettung kann dabei auf unterschiedliche Weise gefasst werden:
    1.Konzepte dessen, was als Digitalisierung verstanden wird, sind disziplinär und in englisch-, deutsch- und französischssprachige Diskurse unterschiedlich eingebettet. Was unterscheidet diese Einbettungen konkret, wo können sie sich produktiv ergänzen und was hat sich dabei in den letzten Jahren der Digitalisierungsforschung verändert?

    2.Aufgrund der Allgegenwart von digitalen Medien in allen Lebensbereichen, sind digitale Technologien und Ideologien unvermeidlich auch Teil verschiedenster Gegenstände, die für die kulturwissenschaftlich/-anthropologische Forschung von Bedeutung sind. Wie lassen sich dabei Stellenwert bzw. Relevanz digitaler Mechanismen in Forschungssituationen bestimmen? Wie ist das Digitale eingebettet in die sozialen Welten, die untersucht werden? Wie interagiert es mit verschiedenen sensorischen, atmosphärischen und materiellen Elementen? Wie wirkt die Logik „digitalen Denkens“ in bits und Datenbanken bzw. eine Sprache der Digitalisierung durch die Übertragung von Begriffen und Metaphern in nicht technologisch digitalisierte Sprache zurück? Inwieweit kann auch ein „non-digital-centric approach“ (Pink 2016) der Allgegenwärtigkeit des Digitalen gerecht werden? Was bedeutet das für die möglichen Ergebnisse?

    3.Und schliesslich haben die technologischen Veränderungen in der Wissensarbeit auch die Praxen des Forschens selbst verändert. Wie genau interagieren dabei verschieden mediatisierte Kontakte mit GesprächspartnerInnen; wie computergestützte Methoden der Dokumentation, Ordnung und Auswertung von Forschungsdaten mit Forschungspraxen ohne digitale Technologien? Wie sind konventionelle wissenschaftliche und digitale Publikationspraxen in Forschungsdesigns miteinander verflochten? Welche Erfahrungen gibt es mit Anwendungen bzw. Entwicklungen eigener Forschungssoftware, mit digitalen Impulssetzungen oder direkten Interventionen in sozialen Feldern, die untersucht werden? Welche Art von Ergebnissen können dabei erzielt werden?

    Abstracts von max. 1500 Zeichen bitten wir mit wissenschaftlicher Kurzbiographie und kurzen Erläuterungen zu Ihren Arbeitsschwerpunkten bis 15.10.2017 an
    moritz.dolinga@stud.unibas.ch zu senden.

    Für weitere Informationen zu Tagung stehen Ihnen die OrganisatorInnen am Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Basel gern zur Verfügung. Fragen richten Sie bitte an:

    ina.dietzsch@unibas.ch
    Tel.: 0041 61 207 18 59/1241 oder 1242.

    oder auf Englisch an David Bozzini:
    david.bozzini@unibas.ch

    Zu Fragen an die Kommission nehmen Sie bitte mit einer der Sprecherinnen Kontakt auf, deren Kontaktdaten sie unter: http://www.goingdigital.de/mitglieder/ finden.